Poesie...Gedichte...Gedanken...teilen wir sie mit der Welt...
 



Poesie...Gedichte...Gedanken...teilen wir sie mit der Welt...
  Startseite
  Archiv
  Gedichte
  Gästebuch
  Kontakt

Webnews



http://myblog.de/poemofthenight

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Die Sklavin

Sie war des Königs Dienerin,
mit ihren zarten jungen Jahren...
Man raubte ihren Lebenssinn,
um ihr Inneres nie zu offenbaren...

Sie war so zierlich und klein,
mit einem so strengen Herrn...
Erlaubte sich niemals ein Nein,
von ihr hörte man’s nicht gern...

So diente sie ihm eine lange Zeit,
nie der Gedanke sich zu wehren...
Gefühlt von ihr, wie eine Ewigkeit,
Immer bedacht, das Leben zu ehren...

Eines Tages sprach der grausame König,
er würd sich nach ihrem Fleische sehnen...
Was er da sprach, gefiel der Sklavin nicht,
in ihren Augen glitzerten nun Tränen...

“Herr, ich habe niemals widersprochen,
war immer brav und tat was ihr befahlt...
Vor euch bin ich auf Knien gekrochen,
habe Leben und Freiheit an euch bezahlt...“

vor ihrem Herrn fiel sie nun auf die Knie,
zu Boden blickte sie in stummer Demut...
Am Leibe zitternd, weinte wie noch nie,
In des Herren Augen kochte es vor Wut...

“Du wagst es dich mir zu widersetzen,
wo mein Begehren ist doch so schlicht?
Und wollt ich dich doch nie verletzen,
macht es dein Ungehorsam mir zur Pflicht...“

Die Sklavin ahnte schon, was nun begann,
er trat und schlug in seinem Zorn nach ihr...
In seiner Wut, dachte er nicht mehr daran,
wie er solch Erniedrigung verlangen kann...
Er war geblendet von seiner Lust und Gier...

“Herr, habt Erbarmen mit eurer Dienerin,
dann werde ich euch geben, was ihr wollt...
Bin ewig euer Eigen, gebe mich euch hin,
auch wenn man mir niemals Achtung zollt...“

Der Tyrann hielt mit der Strafe ein,
mit einem Lächeln auf dem Gesicht...
Sie ward verletzt an Arm und Bein,
helfen würde er ihr trotzdem nicht...

So blieb die hoffnungslose Dienerin,
vor Schmerzen weinend allein zurück...
Nur ein Gedanke, trat ihr in den Sinn,
In ihrem Leben, gab es kein Glück...

So glaubte sie blind ihren Gedanken,
nahm hin, all die Schläge und Tritte...
War innerlich schon längst am Wanken,
Da hörte sie wieder die leisen Schritte...

„Der Herr will wohl nach mir sehen.
So will ich keine Schwäche zeigen...
Wenn er kommt, so werde ich stehen,
über meine Schmerzen schweigen...“

So mühte sie sich auf die Beine,
bald musste der Herr bei ihr sein...
Schmerzen, Angst hatte sie keine,
sie zwang sich, nicht zu schreien...

Doch wer da kam, sah anders aus,
dieser Mann war nicht der Herr...
Die Dienerin packte der Graus,
doch fliehen konnte sie nicht mehr...

“Kleine, fürchten brauchst du nichts,
Das letzte Mal hat dein Herr betrogen...
Entsandt, als treuer Diener des Gerichts,
habe ich eben die Hinrichtung vollzogen.“

“Dank eurer Hand, ist er nun nicht mehr?
Habt Dank, mein Erretter aus großer Qual!
Endlich Hoffnung, ich dank euch so sehr,
dass ich mein Leben und Freiheit euch zahl...“

Erst blickte er nur stumm sie an,
versuchte, stark genug zu sein...
Doch zog sie ihn in ihren Bann,
sie war so hilflos und so klein...

“Ich begehre nicht dein Leben,
wieso kannst du dies nicht sehen?
Sollte es nichts anderes geben,
so kannst du gerne bei mir leben...“

15.7.07 13:48
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung